Feuerschein

Die Gesichter im Feuerschein scheinen sich zu amüsieren.
Gesprächsfetzen wehen zu mir und lassen manchmal meinen Kehlkopf als Vorbereitung auf eine Teilnahme kurz zucken, was ich allerdings erfolgreich unterdrücke.
Mein kleiner Junge hat Angst vor Verurteilung und versteckt sich unter der Kapuze.
Erfolgreich.
Niemand traut sich mich anzusprechen.
Vielleicht nimmt mich einfach keiner wahr, was ich ja auch mit durch meine Körpersprache bezwecke und doch nicht will.
Mein Mund möchte sich in Banalitäten suhlen und tätschelnde Schulterklopfer mit staunenden Blicken. Durch die orangenen Flammen noch eindrücklicher.
Ein Gitarrenspieler im Dunkeln erinnert mich an meine komplett durch oben beschriebenes Verhalten vergeudete Jugend.
Randvoll suche ich Gefäße in die ich mich ergießen kann.
Fröhliches Gelächter bringt mich fast zum Weinen.
Im Unterschied zu früher gönne ich diesen mir unbekannten Gesichtern im Feuerschein ihren Spaß, ganz ehrlich.
Diese Kleinigkeit lässt mich ein bisschen stolz werden und gibt dieser Anekdote seine Berechtigung in meinem Leben.

Total Kaputt

Happy Vatertag!
Sorry liebe Mitmänner und Männerinnen, ist halt so…zum Glück nicht unheilbar.
Also ‚Hey Alder komm aus’m Arsch jetzt‘ wie Urus Ufus & Jack Migger so schön besingen. (https://www.youtube.com/watch?v=t5uJaQBiweU)
Dazu abschließend ein Zitat aus „Im Namen des Lexikons“ von Amélie Nothomb weil es so schon passt:
„…Daraus wird übrigens beim männlichen Geschlecht eine lebenslang beibehaltene Gewohnheit: lauthals zu verlästern, was durch seine masturbatorischen Phantasien spukt.“
Küsschen auf’s lange Wochenende!

Text wie immer ©Frank Hummel

Der finale Punkt

Ich sitze in der Sonne, trinke Gin&It (2 Teile Gin, 1 Teil Vermouth Rosso + ausgepresster Orangenschnitz) und lese.
Das ist genau das, was mir reicht und was ich will.
In der Sonne sitzen, trinken und lesen. Für den Rest meines Lebens. Dazu noch schreiben und fertig.

Das könnte ich so machen bis ich sterbe. Die Frage ist nur, wie ich diesen finalen Punkt definiere?
Als unvorhersehbares Ereignis oder einfach als Ende meiner für diesen Lebensstil notwendigen Resourcen.

Was wäre, wenn die Resourcen nicht enden bis das unvorhersehbare Eintritt, weil sich alles perfekt zusammenfügt durch das erste Mal bedingungsloses Leben ohne Angst und unnötige Sorgen?
Das Dilemma des Todkranken. Die Terminierung des eigenen Verschwindens als Befreiung und der Beginn der Leichtigkeit des Seins.

Wer nichts mehr will, hat Alles.

Anfang vom Ende

Als ich aufwachte war es bereits hell.
Ich ging aufs Klo und wunderte mich über irgendwas, zog mich an, machte mir einen Kaffee und leerte ihn in den Abfluss. Ein Glas Wasser war mein Frühstück, mehr schien mir unangebracht.

Beim Versuch mich an eine Reihenfolge zu erinnern fand ich nichts, also blieb ich einfach stehen, mitten in der Küche mit einem leeren Glas.
Irgendwann lies ich das Glas einfach los. Der Aufprall und die Scherben gaben mir etwas zu tun.
Als ich auf dem Boden kniete und die Scherben mit den bloßen Händen zusammenschob fing ich an zu bluten, auch das gab mir etwas zu tun.

Mit Papiertüchern in den Fäusten fanden sie mich irgendwann und waren der Ansicht, etwas müsse sich ändern. Dieser Ansicht war ich schon lange, was nicht hieß, dass wir an ähnliches dachten.
Im Gegenteil.
Ich wahrte den Schein und sie ließen mich in Ruhe.
So fing am Ende alles an.

Auf der Suche nach dem letzten Wenn…

„Auf der Suche nach dem letzte Wenn…“
Buch – 80 Seiten – Hand gebunden – fortlaufend nummeriert und signiert – Jeder Umschlag ein einmaliges Unikat!
59,- € inkl. Versand.

Fünf Ausgaben gib es im Moment, die Nummern seht ihr oben rechts beim jeweiligen Bild.
Wer Interesse hat bitte einfach eine Nachricht mit der gewünschten Ausgabe an mich, gerne auch direkt an post@frank-hummel.de

Die drei neuesten Ausgaben 15/16/17 machte ich letztes Wochenende in der eingebildeten Vorfreude, dass es endlich wieder losgeht mit Märkten und Ausstellungen.
Langsam wird es Zeit sonst lauf ich Amok oder noch schlimmer, reiß mir mitten im Rewe die Maske vom Gesicht und fang an zu singen 😁

Schönes Wochende und 😘
P.S: Ausgabe 15 und 17 sind bereits verkauft!

Buch