Der finale Punkt

Ich sitze in der Sonne, trinke Gin&It (2 Teile Gin, 1 Teil Vermouth Rosso + ausgepresster Orangenschnitz) und lese.
Das ist genau das, was mir reicht und was ich will.
In der Sonne sitzen, trinken und lesen. Für den Rest meines Lebens. Dazu noch schreiben und fertig.

Das könnte ich so machen bis ich sterbe. Die Frage ist nur, wie ich diesen finalen Punkt definiere?
Als unvorhersehbares Ereignis oder einfach als Ende meiner für diesen Lebensstil notwendigen Resourcen.

Was wäre, wenn die Resourcen nicht enden bis das unvorhersehbare Eintritt, weil sich alles perfekt zusammenfügt durch das erste Mal bedingungsloses Leben ohne Angst und unnötige Sorgen?
Das Dilemma des Todkranken. Die Terminierung des eigenen Verschwindens als Befreiung und der Beginn der Leichtigkeit des Seins.

Wer nichts mehr will, hat Alles.

Tattoo

Dazu braucht es nicht viele Worte…
Ich kann mich immer noch nicht satt sehen.

Riesen Dank für die großartige Zeichnung und Tätowierung an Alexander Semler!
(https://alexandersemler.de)
Text natürlich wie immer Frank Hummel 😉

Gelegenheit mich in Echt zu sehen gibt es die nächsten Wochen in Österreich beim Kunst- und Designmarkt.
Den Anfang macht Graz dieses Wochenende (19.-20. März), danach folgen noch Salzburg am 02.-03. April und Linz am 09.-10. April.
In diesem Sinne, bleibt in Bewegung oder bewegt Euch endlich denn Leben lässt sich nicht denken :*

Freiheit

„Gerade weil die Tyrannei der Meinung die Exzentrizität zu einem Vorwurf macht, ist es wünschenswert, dass die Menschen exzentrisch sind, um diese Tyrannei zu durchbrechen […] Die Menge an Exzentrizität in einer Gesellschaft war im Allgemeinen proportional zu der Menge an Genie, geistiger Kraft und moralischem Mut, die sie aufwies. Dass jetzt so wenige es wagen, exzentrisch zu sein, ist die größte Gefahr der heutigen Zeit.“
 John Stuart Mill – „On Liberty“ – 1859

Aus einem Beitrag auf „Novo Argumente“ von Mick Hume
https://www.novo-argumente.com/artikel/ein_hoch_auf_die_ketzer_und_querulanten

Im englischen Original zu finden hier:
https://www.spiked-online.com/2021/03/05/lets-hear-it-for-the-heretics-and-ranters/

Nietzsche->Steiner->Lauterbach

Mein Intellekt wurde noch nie so oft beleidigt wie die letzten Monate, absolute Spitzenstellung nehmen Politiker ein (dicht gefolgt von Journalisten).
Es geht nicht nur mir so und bei Gesprächen mit Anderen fühle ich die völlige Hilflosigkeit gegenüber dieser offensiven und (scheinbar nicht für alle) offensichtlichen Widersprüchlichkeit und Ignoranz, die unsereins vor Scham und Selbstläuterung tausend Tode sterben lassen würde.

Dann fiel mir ein Zitat Rudolf Steiners ein.
Wie komme ich jetzt auf Rudolf Steiner? Ganz einfach, als Nietzsche Besessener weiß ich natürlich, das Steiner von Nietzsches Schwester, die philosophisch völlig ungebildet war, als ihr persönlicher Philosophie Lehrer eingestellt wurde und sogar Herausgeber im Nietzsche Archiv werden sollte (was dieser ablehnte).
Rudolf Steiner beschreibt in seiner Erfahrung mit Elisabeth Förster-Nietzsche perfekt den Typus des narzisstischen, machthungrigen Politikers und gibt uns damit einen Teil einer Erklärung für das was uns/mich täglich beleidigt:

„… Frau Elisabeth Förster-Nietzsche fehlt aller Sinn für feinere, ja selbst für gröbere logische Unterscheidungen; ihrem Denken wohnt auch nicht die geringste logische Folgerichtigkeit inne; es geht ihr jeder Sinn für Sachlichkeit und Objektivität ab. Ein Ereignis, das heute stattfindet, hat morgen bei ihr eine Gestalt angenommen, die mit der wirklichen keine Ähnlichkeit zu haben braucht, sondern die so gebildet ist, wie sie sie eben zu dem braucht, was sie erreichen will.
Ich betone aber ausdrücklich, dass ich Frau Förster-Nietzsche niemals im Verdachte gehabt habe, Tatsachen absichtlich zu entstellen, oder bewusst unwahre Behauptungen aufzustellen. Nein, sie glaubt in jedem Augenblick, was sie sagt.
Sie redet sich heute selbst ein, dass gestern rot war, was ganz sicher blaue Farbe trug.“
( aus: Rudolf Steiner – „Friedrich Nietzsche. Ein Kämpfer gegen seine Zeit“)

Und wer soll es mit solchen Personen aushalten außer „gleichgesinnte“, was die Planlosigkeit und Berater/Konzern-Hörigkeit der Politik quasi a priori erklärt…