Leinwand 160x160cm – Tusche, Lackstift, Spray

Unikat auf Holz 30x30cm – 90€
„In der Welt zu leben, als sei es nicht die Welt, das Gesetz zu achten und doch über ihm zu stehen, zu besitzen, als besäße man nicht, zu verzichten, als sei es kein Verzicht –
alle diese beliebten und oft formulierten Forderungen einer hohen Lebensweisheit ist einzig der Humor zu verwirklichen fähig.“
Herrmann Hesse – Der Steppenwolf
Im diesem Sinne gutes neues Jahr 😏

Die ritualisierte Konversations-Choreografie innerhalb der temporär zusammengewürfelten Herde.
Abtasten, annähern, beobachten, verstecken, aus dem Weg gehen…
Kichern und lachen als sozial verträgliche Form des Zähne zeigens.
Frei ist keiner und will keiner sein.
Urteilsfrei und Verurteilungsfrei.
Sein.
Sein und Sozialisierung schließen sich aus beim Menschen.
Es gibt nur die Annäherung in eine der beiden Richtungen.
In der Mitte die Hölle.
Je weiter links oder rechts, desto angenehmer die Existenz.
Die ganz verrückten pendeln hin und her, stecken in der Mitte fest von Zeit zu Zeit.
Wie ich.
Vielleicht ist das auch gar nicht verrückt sondern normal, da verrückt immer das Gegenteil dessen ist, was alle machen, ist es aber egal.
Wohlfühlen ist Kapitulation vor dem Leben.
Wohlfühlen muss weh tun.
Holz hinter Siebdruckrahmen 53x43cm – Spray, Tusche, Transferdruck, Lackstift
„
Mein Kopf schon etwas schwer vom Wein, meine Stimmung gut.
Im Kopfhörer Musik, emotionales Stilchaos, Katalysator für Alles was sonst auf dem Weg nach oben irgendwo stecken bleibt und meist den Hals oder Magen verstopft, zudrückt um in der Beschäftigung mit diesem Schmerz Befriedigung zu finden, die nicht lange hält dafür mit Wucht ablenkt.
Jetzt nicht.
Der Wein schmeckt, der Raum vertraut. Frisch geduscht das alte angenehme Gefühl eines geborgenen Samstag Abends.
Dass ich jetzt alleine hier sitze, mit einem Glas Wein, Musik und zufrieden bin ohne melancholisches rumgeheule erstaunt mich inzwischen nicht mehr.
Diese Zeiten sind vorbei, im Gegenteil sind diese Abende eine Quelle unendlich sprudelnder Zuversicht und ich hätte Lust allen Menschen denen ich jemals begegnete, Einem nach dem Anderen an diesem Abend gegenüber zu stehen und mit Mir zu überschütten.
„Schaut mich an wie ihr wollt, sagt was ihr wollt, es gibt nur mich ohne den ganzen Quatsch meines Lebens, der Euch in die Hände spielt.
Vergesst es, ich liebe Euch trotzdem, weil ich mich genau deshalb liebe an diesem Abend mit etwas schwerem Kopf aber mehr Ich als ihr jemals verkraften werdet.“





Ich habe mich entschlossen meine Kataloge mit einem Unikat-Einband auszustatten.
Die alten Umschläge gefielen mir einfach nicht mehr bzw. waren mir zu langweilig…
Wie beim Fliesenbuch „Auf der Suche nach dem letzten Wenn…“ sind deshalb jetzt alle Ausgaben fortlaufend nummeriert und signiert.
Die ersten Sechs findet ihr hier und natürlich auf meinen Shop!
https://shop.frank-hummel.de/product-category/katalogunikate
Das Buch ist wirklich großartig geworden und mit dem Unikat-Einband ein echtes Schmuckstück, ich schwöre! ![]()

Fliese 15x15cm – Transferdruck, Tusche
Den Text habe ich unter dem Lampion und an der Mauer, die auf dem Bild zu erahnen ist, geschrieben.
Anfangs nicht ganz sicher ob ich diese Fliese veröffentlichen will, reichte schließlich der eindeutige Kommentar meines Lieblingsmenschen „Ja, das bist Du manchmal…“ zu diesem Text um alle Zweifel zu zerstreuen…

Unikat auf Holz 30x30cm
„Die Ereignisse der Welt.
Eher: der Umgang der Gesellschaft mit den Ereignissen der Welt.
Besser: die Reaktion der Gesellschaft auf die Ereignisse der Welt.
Dieser sich selbst in ungeahnte und unendlich idiotische Höhen drehende Schwachsinn raubt mir die Lust im Generellen.
Ablenkung und Unterhaltung.
Überwindung zu Tun wird immer schwerer, die Teilnahme an einer Zukunft in und mit dieser Gesellschaft scheint lächerlich.
Interaktion klemmt, verklemmt mich und mein Lächeln ist ein zur Fratze verzerrter unterdrückter Schreikrampf.
Der Sinn einer Teilnahme ‚an‘ und ‚für‘ schwindet exponentiell, dafür steigt das Bedürfnis nach unnennbaren Schamlosigkeiten in gleichem Maße.
Ruhig betrachte ich mit Nasenklammer wie die Ameisen den Pheromonen der Masse hinterherrennen bis zur totalen Erschöpfung, der sie noch ein „Solidarisch“ als befreiendes Brechmittel davorsetzen.
Dieser Anblick verwirrt mich mehr als dass er mich unterhält, ergo Ablenkung also siehe oben usw.
Aufgeben kann ich nicht und fuchtle trotz allem weiter mit meiner Kunst in den Schwarm um den Ein oder Anderen daraus zu erlösen.
Mein geheimer Größenwahn für stille Stunden.“
