So ist das…
…den eigenen Standpunkt
um den für sich günstigsten Standpunkt oszillieren
um dabei ja keine Eingeständnisse
für die eigene Bequemlichkeit machen zu müssen…


No.5
„Stille, vielleicht eine Fliege, die Uhr wie gewöhnlich, ganz leise das Radio.“
Günther Grass „Die Blechtrommel“
No.4
„…, als er begriff, dass die Menschen so tun, als respektierten sie das Recht und dass sie sich nur der Macht beugen.“
Albert Camus „Der Erste Mensch“
No.3
„…und das es einen Unterschied gibt zwischen Kunst und Scheiße.“
Wolfgang Herrndorf „Arbeit&Struktur“
No.2
„Man konnte den Leuten in ihrer Dummheit zusehen, man konnte über sie lachen oder Mitleid mit ihnen haben, aber mann musste sie ihre Wege gehen lassen.“
Herrmann Hesse „Knulp“
No.1
„Es ist ja schon schwer genug, Konformisten reden zu hören, unterträglich aber wird es, wenn man das Ausmaß des Hasses entdeckt, der sich hinter ihren Glaubenssätzen verbirgt.“
Amélie Nothomb „Winterreise“
Leinwand 160x120cm – Lackstift, Spray, Tusche
Diese Leinwand hängt schon einige Zeit in meinem Atelier und ich warte und warte auf eine Gelegenheit sie zu zeigen.
Ein langer träger Anlauf führte jetzt endlich zu einem massiven Erlebnis.
Dieses Wochenende beim Kunstkaufhaus in den Wagenhallen in Stuttgart war einfach fantastisch!
Zum ersten Mal seit ich mit meinen Texten unterwegs bin habe ich das Gefühl von meiner Berufung leben zu können muss kein utopisches Wunschdenken bleiben.
Danke an alle Besucher und natürlich vor allem an Alle, die mich die letzten Jahre begleitet haben, mit wundervollen Rückmeldungen, unterstützenden Worten, manchmal einem einzigen Blick und natürlich zahlreichen Einkäufen.
Ohne Euch hätte ich schon lange nicht mehr an mich und meine Berufung geglaubt.
Danke!

Am Wochenende habe ich einen neuen Text als Siebdruck umgesetzt.
Ab sofort im Gepäck bei allen Veranstaltungen!
Die nächste ist das Kunstkaufhaus in den Wagenhallen in Stuttgart!

Weil ich glaube
mich nicht zu fühlen
wie ich sollte
nicht zu tun
was ich müsste
nicht zu sagen
was ich denke
nicht zu denken
was ich will
halte ich mich
für einen Schwindler
Die letzte Tage habe ich wieder drei neue Ausgaben meines Buchs „Auf der Suche nach dem letzten Wenn…“ gebunden und gestaltet.
Dabei ist dieses kurze Video entstanden, viel Spass damit ![]()
Alle aktuell verfügbaren Ausgaben findet ihr auf meiner Homepage https://frank-hummel.de/Z_Wenn.html
Jeder Umschlag und damit jede Ausgabe ist ein Unikat, fortlaufend nummeriert und signiert.
Küsschen ![]()
P.S.: Die Musik ist ebenfalls von mir, das ganze Lied findet ihr auf Soundcloud
( https://soundcloud.com/frankhummel/manchmal-geht-es-vorbei )



Ich bin unterwegs und treffe Menschen oder eher treffen Menschen auf mich und ich berühre sie mit meinen Texten.
Ich fühle, dass ich sie berühre, sie sagen es, ich sehe es.
Und dann bin ich wieder zu Hause und diese Menschen sind völlig weg.
Ich höre, sehe, lese nichts mehr von ihnen, ich bin alleine mit meinem Haufen an Texten, schwebe surreal durch die Welt in einem angestrengt verzerrten Alltag, überbrücke verzweifelt die Leere bis mich wieder Menschen treffen und ich sie berühren kann…
„Trotzphase“ – Holz 78x78cm – Tusche, Lackstift, Marker
„Meine Augen brennen müde.
Ich liege halb aufgedeckt auf der Seite und kann nicht schlafen.
Zwischen den Wolken hänge ich aufgebläht und störe die Leichtigkeit des blauen Himmels.
Von unten schauen sie nach oben und schütteln die Köpfe über den, der sich über ihnen so anstellt.
Mir bleibt nichts außer hängen.
Nichts wäre mir mehr verhasst als mich dort unten einzureihen, lieber lasse ich mich anstarren und zehre vom Selbstmitleid wie von einem mit ranziger Butter beschmierten trockenen Brot.
Ich verachte mich dafür die Welt zu verachten, igle mich stachelig ein und lasse mich von ganz Verwegenen anstupsen um so zu tun als würde ich nichts merken.
Mein heilloses Durcheinander fühlt sich lächerlich an, das Leben fühlt mit und kann doch nur resignieren vor so viel Trotz!“

Ich würde gerne etwas fröhliches schreiben.
Etwas lächelndes,
etwas das hebt.
Es geht nicht.
Mir geht es gut
aber diese Emotion in Worte zu fassen
fällt mir schwer.
Ich leide an dieser Lächerlichkeit.
Schön!
Ich leide und kann damit wieder schreiben.
Leiden an der Lächerlichkeit fröhliches in Worte zu fassen.
Hat schon jemals irgendwer so grandios gelitten?
Bestimmt!
Da es zutiefst romantisch klingt könnte der ein oder andere Romantiker bereits auf diese Idee gekommen sein.
Auf die Idee, an der Lächerlichkeit fröhliches in Worte zu fassen zu leiden.
Ein wunderschöner Satz und das fröhlichste, was ich die letzten Monate geschrieben habe.
Gelungen!
Holz 92x68cm – Transferdruck von Sofortbild, Lackstift, Marker, Tusche.


Manchmal verharre ich mit nichts als der Zeit und warte auf etwas, irgendetwas das passiert.
Einen Gedanken, eine Nachricht, einen Menschen, ein Lebewesen, Schmerzen, irgendwas.
Mein Leben dauert und in diesem Zustand scheine ich darauf zu warten ob es einfach aufhört, weil ich mir selbst fehle.
Es hört aber nie auf, es gibt also etwas in meinem Leben das will, dass es weiter geht.
Dann schaue ich auf die Uhr, auf das Datum und stelle mir den unausweichlichen Ablauf der nächsten Tage vor und behalte dabei meistens Recht.
Nicht weil ich die Zukunft vorhersehe, sondern weil meine Einstellung den Umständen nichts anhaben kann.
Kapitulation oder Erleuchtung?