Massenunverträglichkeit

„Massenunverträglichkeit“
Leinwand ø 140cm – Lackstift, Tusche, Marker (800€)

Es scheint, je einfacher der Mensch Zugang zu Wissen hat desto unfähiger und fauler wird er diese Möglichkeit zu nutzen um sich eine eigene Meinung zu bilden.
Stattdessen warten auf vorgekautes und am besten bereits vorverdautes, seine geistige Nahrung selbst auszuwählen, zu kauen und zu schlucken unnötige Anstrengung….

Massenunverträglichkeit – Ø140cm – Text ©Frank Hummel

2 Gedanken zu „Massenunverträglichkeit“

  1. Hey Frank, ja, der Mensch ist anscheinend schlicht überfordert je größer das Informationsangebot ist und dazu kommt ein Schuss Bequemlichkeit und vielleicht etwas Hoffnung, darauf dass die Medien es gut meinen. So ganz genau verstehe ich es auch noch nicht. Ich bin übergegangen zum minimalen Querlesen in den großen Medien und zu den Zusammenschnitten der Bundespressekonferenzen von Boris Reitschuster. Letztere sind gefühlt kleingeschnitten, aber noch nicht so sehr vorverdaut. Irgendwie braucht es aber auch Energie sich mit der Realität auseinanderzusetzen und diese bringe ich so etwa alle zwei Tage auf und teile dann entsprechende Artikel/Videos im Status. Es reißt mich aus der Masse und ich fühle mich frei und gleichzeitig angreifbar. Interessantes Gefühl: den Gegenpol oder „Fragepol“ einnehmen, aus der Herde heraustreten, gefühlt sich angreifbar machen, gleichzeitig erfahren, dass nichts passiert und dann wieder Pause. Ok, nichts passiert… ich wurde nicht verurteilt, habe aber auch keinen Zuspruch bekommen… Unsicherheit aushalten. Dann brauche ich wieder eine Pause. In dem Moment habe ich Dich und Deine Kunst besser verstanden bzw. den „unsichtbaren“ Energieaufwand beim Öffentlichmachen der eigenen (anscheinend?) von der Masse abweichenden Meinung. Dabei betreibe ich noch nicht einmal öffentlichen Protest… ich hinterfrage, ich will verstehen, die Zusammenhänge erfassen zwischen Zahlen, Maßnahmen sowie (gesteuerter) Presse und der geschaffenen Angstkultur.

    1. Hey Andrea, Medien muss ich zur Zeit immer vehementer meiden, ist besser für mich:)
      Um vieles von dem, was zur Zeit passiert zu verstehen, reicht oft die Beobachtung der einfachen Menschen um mich. Ich nenne es die „heuchlerische Befindlichkeits-Dekadenz des Westens“. Der westliche Mensch ist darauf hin optimiert um den für ihn im Moment günstigsten Standpunkt zu oszillieren und dabei ja keine Eingeständnisse an die eigene Bequemlichkeit bzw. den eigenen Vorteil zu machen.
      Kleines Beispiel: Nachbar wird mit siebzig im Ort geblitzt, „hat er verdient, soll er sich halt an die Begrenzung halten, etc. blabla“. Ich werde mit siebzig im Ort geblitzt, „hat die Polizei nix besseres zu tun, da fährt doch nie einer fünfzig, ist doch nur Geldmacherei etc. blabla“.
      Versuche diesen Widerspruch einem Betroffenen zu erklären scheitern grandios, es wird absolut rein gar nichts verstanden.
      Wäre Corona nur in der südlichen Halbkugel präsent es würde hier keine Sau interessieren, auch wenn täglich zehn mal so viele Menschen daran sterben würden wie jetzt. Das ist die „heuchlerische Befindlichkeits-Dekadenz des Westens“

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